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assaultscene, Pirmin Blum © 2004
„Crime and Death Scene Cleaning“, Pirmin Blum © 2004

David Staircase, Sabine Jelinek © 2004
„David on the Staircase“, Sabine Jelinekr © 2004

#23/10-11-04

opening TUE 13.10.04 7p.m.
13.10.04 - 12.11..04,
open every tuesday 5-8 pm or by appointment

pirmin blum & sabine jelinek
installation, video, pictures

Blum und Jelinek haben sich zusammengetan, um ihre Positionen einander gegenüber zu stellen, ein gemeinsames Ganzes oder Vielfaches zu finden. In diesem Sinne haben sie ihre Arbeiten einem „Crashtest“ unterzogen.

Sabine Jelinek findet die Inspiration für ihre Zeichnungen, Fotografien, Videos und Texte in der täglich neu produzierten Alltagskultur, sei es TV, Printmedien oder das Internet. Meldungen zu Politik, Kunst und Kultur, Mode als auch Einzelschicksale werden dabei von ihr zu einem neuem Inhaltsgewebe verknüpft. Die Schlagzeile „Welcome to the Real World“ entstammte einer israelischen Tageszeitung und war der zynische Kommentar zu den schrecklichen Massakern in Madrid.
Jelinek sucht und findet ihre Vorbilder aber auch in der Kunstgeschichte, was sich in Arbeiten wie „David on the Staircase“ oder „Double Whammy“ widerspiegelt. Durch ihre subtile Überarbeitung erhalten Werke von Duchamp, Richter und Liechtenstein völlig neue Ebenen.

Hier knüpft auch Pirmin Blums Arbeit an. In seiner Bearbeitung von Found-Footage-Material, sowohl Bilder als auch Videos aus dem Internet (Werbung, Pornografie, Industrie, Livecams…), wird deren ursprüngliche Bedeutung ad Absurdum geführt.
Werbebilder wie in der gezeigten Arbeit „Crime and Death Scene Cleaning“ und Livecam-Aufnahmen werden von Blum gefiltert und im Stile klassischer Gemälde in malerischer, romantischer Art verfremdet.
Blum führt exemplarisch vor, dass aktuelle künstlerische Kompetenz den souveränen Umgang mit den Medien der Massenkultur (Werbekampagnen, Fernsehen, Websites etc.) voraussetzt und keinen Widerspruch zu einer individuellen wie auch signifikanten Ausdrucksweise darstellt.
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Pirmin Blum
1969 geboren in Luzern, CH, lebt und arbeitet in Wien
1999 - 2004 Studium im Bereich Kunst- und Digitale Medien, bei Prof. Peter Kogler, Akademie der bildenden Künste, Wien 1997 - 1999 Ateliers Silvie Defraouie und Claude Sandoz, Ecole supérieure des Beaux-Arts, Genève

Einzelausstellungen

Birgit-Jürgenssen-Preis, Ausstellungsräume der Akademie der bildenden Künste Wien, 2004

Ausgewählte Gruppenausstellungen und Projekte
2004“Dancing Flowers and Future Lights”, National Museum, Peking
2004“ Eid. Wettbewerb für Kunst”, ArtBasel, Basel
2004 “Just what is it # 1”, Kunstraum Innsbruck, Innsbruck
2004 “Standard Museum “, Museum in Progress, Wien
2004 “Book+Portfolio”, Betonsalon, Paris
2003 “Storm, pixxel motion art”, Walkway under the Esplanade Bridge,               Pier 7 & 8, Singapur
2003 “In der Struktur der Verausgabung”, Kunstraum Martin Vesely,               Wien
2003 “Junge Kunst”, Galerie 422, Gmunden
2003 “Schmarotzer”, Jahresausstellung der Akademie der bildenden               Künste, Wien
2002 “Online Videodokumentation der Plattform_1”. Dokumenta 11,               Wien/Kassel
2001“Drawing up Borderlines…”, Galerie Labor, Graz
2001 “(No) More Identity”, Zokei University, Tokyo
2001 “16 Videos”, Wewerka Pavillon, Münster
2000 “Block”, Non profit Space, Apexart, New York City
2000 “Academies for Europe”, Castello di Rivoli, Museum für               Gegenwartskunst, Turin Münster New York City Turin

Auszeichnungen / Preise / Ankäufe
2004 Eid. Preis für Kunst, Bundesamt für Kultur, Schweiz, Bern
2004 Ankauf der Stadt Wien, Magistrat der Stadt Wien, Wien
2004 Birgit-Jürgenssen-Preis, Bundeskanzleramt, Akademie der bildenden Künste, Wien
2002 Meisterschulpreis, Kunst und Digitale Medien, Akademie der bildenden Künste, Wien

Sabine Jelinek
1969 geboren, lebt und arbeitet in Wien
1993-99 Akademie der bildenden Künste Wien, Diplom mit
            Auszeichnung
1997-98 Hochschule der Künste Berlin, Erasmusstipendium
2001 Stipendium für künstlerische Fotografie, New York
2004 Stipendium für künstlerische Fotografie, London

Einzelausstellungen

1997 Windows 96, Galerie Trabant, Wien
2001 Break Dance, Artspace, Sydney
2002 Photo Wall, Kunsthalle wien, Wien
2004 Opened Studio, London Biennale, London

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1998 Diversities, Spices & Academies, Kurator Harald Szeemann, Wien
1999 Ohne Titel, Galerie Trabant, Wien
1999 Nicht aus einer Position, Kurator Martin Prinzhorn, Wien
2000 Die Kunst der Stunde ist Widerstand: „Special Screening”,            Diagonale, Graz
2000 <hers>, Steirischer Herbst, Kuratorin Stella Rollig, Graz
2000 album 00, Galerie Cult, Wien&Ausstellungsraum Büchsenhausen,            Innsbruck 2001
2001 Grenzziehungen, Diagonale / Labor, Graz
2001 Sieben, Volpinum, Wien
2001 Good Clean & Fun, Laundromat, New York
2002 Salzburg - Luxembourg, Galerie im Traklhaus, Salzburg;            Konschthaus beim Engel, Luxembourg
2002 „… Privat!“, Charim Galerie, Wien
2002 Much Depends on the Viewer, Vienna International Apartment,            Wien
2003 Vice Versa, kuratiert von Grita Insam & Jane Corkin, TAF, Toronto
2003 Dokumentation lll - Gesellschaft, Fotogalerie Wien, Wien
2004 Wiener Linien-Kunst und Stadtbeobachtung seit 1960, Wien             Museum, Wien
2004 Mum Is Not At Home, Vienna International Apartment, Turku,             Finnland
2004 Double Game/Triple Gain, Charim Galerie & Six Friedrich, Salzburg

Preis / Ankäufe
1995 Ankauf, Römerquelle-Kunstwettbewerb, Wien
1999 Akademiefreundepreis, Wien
Ankauf, Kulturamt der Stadt Wien
Ankauf, Artothek, Wien
Ankauf, Kupferstichkabinett, Wien
Ankauf, Bibliothek der Universität für Angewandten Kunst, Wien
Ankauf, Depot/Kunst und Diskussion, Wien
2001 Ankauf, Sammlung Volpinum, Wien
2003 Ankauf, Arthothek
2003 Ankauf, Kulturamt der Stadt Wien
2004 Ankauf, Sammlung Rupertinum, Salzburg


2004-10-21
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